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Hippotherapie

Die Hippotherapie kommt zur Anwendung bei körperlich und seelisch behinderten Patienten.

Für die Hippotherapie werden speziell ausgebildete Pferde zur Physiotherapie eingesetzt. Bei dieser Form der Physiotherapie wird das Reitpferd als Medium verwendet, um Bewegungsimpulse auf das Becken des Menschen zu übertragen.

Dabei sitzt der Patient in der Gangart Schritt auf dem Pferderücken. Reiten als Sport für behinderte Menschen ist die 3.Rubrik, die unter Therapeutischen Reiten zusammengefasst wird. Hippotherapie ist ein Baustein des Therapeutischen Reitens.

Die Hippotherapie kann ein wesentliches Standbein bei der ganzheitlichen Therapie sein. Sie wird unterstützend und ergänzend zu Physiotherapie, Psychotherapie, Logotherapie sowie Therapie mit Delphinen eingesetzt.

Wirkung der Hippotherapie

Im Schritttempo des Pferdes werden ca. 110 Impulse pro Minute vom Pferd auf den Patienten übertragen – eine einmalige Möglichkeit der dynamischen krankengymnastischen Behandlung in der Fortbewegung. Diese Schwingungen des Pferderückens übertragen auf den Patienten eine Hoch/Tief, eine Vor/Zurück sowie eine Links/Rechts Bewegung.

Die Schwingungen werden zuerst vom Becken aufgenommen und führen zu einem intensiven Training der Rumpfmuskulatur mit dem Ziel einer möglichst physiologischen Rumpfaufrichtung. Diese Rumpfaufrichtung ist für alle Patienten mit neurologischen Bewegungs- einschränkungen sehr wichtig – auch bei einer Nichtgehfähigkeit ist das Rumpftraining zur Erhaltung der Selbständigkeit z. B. im Rollstuhl wichtig.

Regularisierung der Muskelspannung Schlaffe Muskeln werden tonisiert Spastische Muskeln werden entspannt und gelockert Dehnung verkürzter Muskeln Kontrakturvorbeugung Aktivierung gangspezifischer Rumpfreaktionen Rumpfaufrichtung und Rumpfkontrolle Haltungs- und Gleich-gewichtsschulung Aufrichtung des Kopfes mit Auswirkung auf Mundschluss, Speichelfluss, Eß - und Sprechverhalten Verbesserung der Wahrnehmung.
Neben der oben genannten Wirkungen darf man den ganzheitlichen Aspekt der Hippotherapie nicht unterschätzen – neben dem Körper wird auch Geist und Seele angesprochen. Das Pferd hilft dem Patienten zu neuer Lebensfreude, sein Selbstwertgefühl wird gesteigert, das Kontaktverhalten und die Motivierbarkeit geschult.
Indikationen und Gegenindikationen zur Hippotherapie

Die Indikationen und Zielsetzungen werden vor Beginn der Therapie mit dem Therapiezentrum abgesprochen. Die Ärztin des Teams überwacht und steuert die Therapie in enger Zusammenarbeit mit dem Therapiezentrum. Der Therapieverlauf wird auch regelmäßig mit dem behandelnden Arzt abgestimmt.

  • Neurologische Erkrankungen
  • ICP - Infantile Cerebralparese
  • CP - Cerebralparese
  • Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
  • MS - Multiple Sklerose
  • Querschnittsymptomatik
  • Dystonie
  • Zentrale Hypotonie
  • Zustand nach Schlaganfall
  • Paraplegie
  • Schiefhals
  • Muskeldystropie
  • Ataxie
  • MCP - Minimale Cerebrale Parese
  • MCD - Minimal Cerebrale Dysfunktion
  • Morbus Parkinson
  • Orthopädische Erkrankungen
  • Skoliose
  • Hüftdysplasie
  • Haltungsschwächen
  • Wirbelsäulenprobleme
  • Einige psychiatrische Erkrankungen
Daneben gibt es noch das Heilpädagogische Reiten / Voltigieren, das z.B. bei folgenden Krankheiten verordnet werden kann:
  • Patienten mit Downsyndrom
  • MCD - Minimale Cerebrale Dysfunktion
  • Körperwahrnehmungsstörungen
  • Sensibilitätsstörungen
Die oben aufgezählten Krankheitsbilder die für die Hippotherapie anwendbar sind, sind nur beispielhaft zu sehen. Bitte wenden Sie sich bei allen Fragen an uns oder Ihren Arzt.

Dörtnal Ranch / Hisarönü / Marmaris / Türkiye

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